Über mich

Ich wurde am 14.4.1966 im Vogtland, in Rodewisch geboren und verbrachte meine Jugend in Falkenstein/V. Meine erste Gitarre habe ich bereits mit 8 Jahren in die Hand genommen und seither nicht mehr zur Seite gelegt. Aber auch hier galt: „Aller Anfang ist schwer“. Mehr auf Druck meiner Eltern als aus Eigeninitiative nahm ich 6 Jahre lang während meiner Kindheit und Jugend Privatstunden bei einer damals am Robert Schumann Konservatorium in Zwickau tätigen Musikschullehrerin. Die Ausbildung erfolgte ausschließlich im Bereich der „klassischen Gitarre“. Zähflüssig kämpfte ich mich durch schwere klassische Werke nach Noten, brannte aber innerlich darauf (wie jeder Teenager damals), die aktuelle Rock-, Pop- und Folkmusik des Westens (Rolling Stones, Bob Dylan, Neil Young, Peter Maffay) nachzuspielen. Dementsprechend „hoch motiviert“ kam ich nach so mancher Unterrichtsstunde heulend nach Hause und wollte „alles hinschmeißen“. Nebenbei erwähnt, mir taten auch fürchterlich die Finger weh, weil nicht selten die strenge Lehrerin mir so auf die Finger drückte (da ich mit der Griffhand nur klirrende Töne zustande brachte), dass es schmerzte. Tja, die Schule war hart, aber heute denke ich anders darüber. Sowohl die Härte meiner Eltern als auch die der Gitarren-Lehrerin blieben so zumindest nicht wirkungslos. Die erlernten technischen Grundlagen und Fingerfertigkeiten gaben mir das Gerüst, auf welchem ich seit vielen Jahren aufbaue.

Heute verwende bzw. ich benötige keine einzige Note mehr. Ein musikalisches Gehör wurde mir wohl in die Wiege gelegt – das kann man nicht erlernen. Von meinen Eltern kann ich es nicht geerbt haben, mein Vater z.B. versteht von Musik soviel wie ich vom Fußball… Liebe Eltern, bitte entschuldigt, aber ihr wisst, dass ich euch sehr dankbar bin für alles, was ihr für meine musikalische Ausbildung unternommen habt. Tja, dann muss der vererbte musikalische Spürsinn doch von weiter zurückliegenden Generationen stammen….

GitarreDie klassische Gitarre sowie den Gitarrenunterricht habe ich dann irgendwann verworfen, um endlich meinen musikalischen Ideen freien Lauf zu lassen. Noch heute bin ich der Meinung (und hier möchte ich mich schon mal vorab bei all den hervorragenden, talentierten, fingerfertigen Genies auf der Konzert-Gitarre entschuldigen, in deren Nähe ich nicht einmal ansatzweise gekommen wäre … sie mögen mir verzeihen), dass die Gitarre kein besonders geeignetes Instrument für die Klassik ist. Es gibt da deutlich spektakulärere.

Ich liebe die Musik, sie bestimmt einen Großteil meines Lebens. Ich kann verschiedene Erlebnisse (Höhen und Tiefen) am besten mit der Beschäftigung mit Musik verarbeiten, Schmerz bekämpfen und Freude ausdrücken. In solchen Phasen entstehen auch eigene Songs. Sie entstehen ausschließlich in Phasen von tiefer Bedrücktheit, starkem Frohmut oder anderen, höchst empfindsamen Gefühlsreaktionen – auch in der Liebe. Der schlimmste Sinnesverlust in meinem Leben würde eintreten, wenn ich keine Musik mehr wahrnehmen könnte.

Musik muss mich berühren, auf mich übergehen, mir Schauer über den Rücken jagen, mich einnehmen, mich umhüllen…dann ist sie gut. Manchmal erlebe ich solche Momente bei Live-Konzerten von mehr oder weniger bekannten Künstlern in kleinen Bars oder Clubs, die ich besuche. Mir bleibt der Mund offen stehen, mir fällt die Kinnlade runter, ich vergesse alles um mich (auch meine Begleitung), eigentlich habe ich Durst und möchte mir ein Bier ordern, aber selbst dieses kurze, nur minutenlange Abwenden vom Künstler, ist für mich inakzeptabel… Ich bin begeistert und fasziniert, das Erhörte setzt mir zu, in diesem Moment möchte ich mein Leben lang ausschließlich das spielen, was ich gerade höre… Solche Momente treten fast nie bei Massen- oder Großkonzerten mit namhaften Künstlern aus Rundfunk und Fernsehen ein. Ich glaube auch nicht, dass irgendein Zusammenhang besteht zwischen dem geschäftlichen (kommerziellen) Erfolg aus Musik und der Qualität…

Der Halle-Barde in AktionWas erwarte ich eigentlich vom Publikum? Es muss nicht immer geklatscht werden. Es muss auch nicht immer direkt zugehört werden. Selbstverständlich dient meine Musik auch zur Untermalung, lädt zum Reden und Chillen ein. Ich seh dann häufig beiläufig die Füße wippen unter den Tischen…. das ist schon in Ordnung. Na, ja aber dennoch kennen Sie ja das Sprichwort „Applaus ist das Brot des Künstlers“. Also insofern ist der Beifall die Würze des Abends, ist das Lebenselixier des Künstlers – man freut sich einfach! Von meiner Spielzeit her werden Sie sicher Verständnis haben, dass man nicht 6 Stunden (von 20:00 bis 2:00 Uhr) hintereinander ohne Pause durchsingen kann. Das machen weder Stimme noch Griffhand mit. Ich spiele gern für Sie den ganzen Abend! Hierzu ist aber zwingend notwendig, dass ich nach etwa 45 Min. Spielzeit ca. 15 Min. Pause machen kann. Wenn`s sein muss und das Publikum mitgeht, erleben Sie mich dafür aber „open end“.

Gitarre

Abschließend noch etwas zum Thema „Musikwünsche“. Gern versuche ich, soweit möglich und im Repertoire vorhanden, diese zu erfüllen. Leider wird sehr häufig der feine, aber kleine Unterschied zu einem DJ vergessen… Der verfügt über eine viele tausend Titel umfassende Musikbibliothek. Sicher haben Sie Verständnis, dass einem Live-Musiker wie mir ein zwar vielfältiges und abwechslungsreiches, aber lediglich auf seinen Stil begrenztes Musik-Repertoire zur Verfügung steht. Schauen Sie hierzu bitte ins Programm.

Häufig springt auch in meinen eigenen Konzerten der Funke über. Nehmen Sie sich die Zeit und hören Sie aktiv zu! Dann haben Sie und ich ein aufregendes Erlebnis und einen wunderbaren Abend. Versprochen. Ich freue mich auf Sie.